Accoya und Kebony sind zwei innovative Holzprodukte, die durch spezielle Modifikationsprozesse eine verbesserte Haltbarkeit und Widerstandsfähigkeit für den Einsatz im Außenbereich bieten. Beide Materialien gelten als nachhaltige Alternativen zu tropischen Harthölzern. Doch worin unterscheiden sie sich genau?
Herkunft und Ausgangsmaterial
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Accoya: Hergestellt aus nachhaltig angebautem, schnell wachsendem Radiata-Kiefernholz.
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Kebony: Wird aus Schwedisch/Finnischer Waldkiefer oder ebenso aus Radiatapine gewonnen.
Modifikationsprozess
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Accoya: Acetylierung, ein chemischer Prozess, der die Holzstruktur verändert, indem Hydroxylgruppen durch Acetylgruppen ersetzt werden. Dies reduziert die Wasseraufnahme erheblich.
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Kebony: Verwendung von Furfurylalkohol, das tief in die Zellstruktur des Holzes eindringt und eine dauerhafte Polymerisation bewirkt. Dadurch wird das Holz härter und widerstandsfähiger.
Technische Eigenschaften
Eigenschaft | Accoya | Kebony |
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Dauerhaftigkeit | Klasse 1 (sehr hoch) | Klasse 1 (sehr hoch) |
Dimensionsstabilität | Sehr hoch | Hoch |
Härte | Mittel | Hoch |
Umweltfreundlichkeit | Sehr hoch | Sehr hoch |
Bearbeitbarkeit | Sehr gut | Gut |
Optik und Ästhetik
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Accoya: Helles, fast weißes Holz, das sich gut beizen oder lackieren lässt. Oder grau vorbehandelt.
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Kebony: Dunkler, rötlich-brauner Farbton, der sich mit der Zeit in ein silbergraues Patina verwandelt.
Anwendungen
Beide Holzarten eignen sich ideal für:
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Terrassen
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Fassadenverkleidungen
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Gartenmöbel
Fazit
Accoya überzeugt durch seine herausragende Dimensionsstabilität und vielseitige Oberflächenbehandlungsmöglichkeiten, während Kebony durch seine Härte und warme Optik besticht. Die Wahl zwischen beiden hängt von den spezifischen Anforderungen des jeweiligen Projekts ab. Kebony ist Härter als Accoya neigt aber im Gegenzug zur Haarrissbildung.